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Hamam-Etikette: Tipps für den ersten Besuch
Die leisen Regeln im traditionellen türkischen Bad: wie man sich bewegt, Wasser gießt und den Göbek Taşı mit anderen Gästen teilt.

Die Etikette im türkischen Hamam steht nirgends angeschrieben, und doch lernt man sie schnell. In gemeinsamen Bereichen trägt man stets das Pestemal. Man spricht gedämpft und badet ohne Eile.
An der Kurna, dem Marmorbecken, schöpft man Wasser mit einer Kupferschale und gießt es langsam aus. Das Becken wird geteilt, niemand muss den Platz um sich herum eilig füllen.
Der Göbek Taşı, die zentrale beheizte Plattform, dient dazu, still zu liegen und den Körper zu wärmen. Er gehört allen: Lassen Sie anderen Platz und bewegen Sie sich ruhig.
Vor allem belohnt das Hamam Geduld. Wer eine schnelle Behandlung erwartet, verlässt den Ablauf zu früh. Wer das Gebäude das Tempo bestimmen lässt, geht so, wie es die Tradition vorsieht.


